Die Geschichte des Fürstentum

Siedler zwischen Fluss und Wald

Vor vielen Jahrhunderten, lange bevor Fürst Franz Xaver I. auf dem Thron saß, war das Land Altenwald ein wildes, von tiefen Wäldern und rauen Bergen geprägtes Gebiet. Eingerahmt in eine Gebirgskette, die das ganze Jahr von Schnee bedeckt ist. Der große Fluss Nodau, der dem Gebirge entspringt, und das Land in Nord und Süd teilt, fließt bis an die Grenze und bildet bis heute das Herz des Fürstentums. Die ersten Siedler waren Entdecker, Pioniere und Abenteurer. Sie träumten von einem neuen Leben in einem unbekannten und unerforschten Land.

Die Wälder sind rau, dunkel und angsteinflößend. Diese ziehen sich über das ganze Gebiet, unterbrochen von dem Fluss Nodau. Dort entstanden auch die ersten kleinen Ansammlungen von Gehöften und Dörfern. In diesen wurde Getreide angebaut, Viehzucht entstand und, Stück für Stück, wurde der Wald gerodet.

Aus dieser Zeit kamen die Mythen und Legenden, die von Geistern, Feen und den großen Alten, die das Land beschützten, erzählten. Auch kamen die ersten Berichte über Menschen, die die Kräfte der Natur beherrschten und das Wetter beeinflussen konnten ebenfalls aus dieser Zeit.

Die Zeit der Stammesfürsten

Die ersten Jahrhunderte waren geprägt von vielen Stämmen, die um Land, Nahrung und strategische Positionen stritten. Die daraus resultierenden bewaffneten Auseinandersetzungen wurden entweder mit dem Schwert oder durch Heirat gelöst. Auch aus dieser Zeit stammt der Brauch „Kinnigiln“, dieser wurde angewandt, wenn beide Parteien zu wenig Männer für eine Schlacht hatten und auch keine Kinder, die sich für eine Hochzeit eigneten. Beim „Kinnigiln“ ging es darum, welcher Herrscher am weitesten geworfen wurde. Mittlerweile hat sich diese Tradition im gesamten Fürstentum ausgebreitet. Es gibt verschiedene Varianten davon und es ist immer mit einem kleinen Fest verbunden.

Neben dem Brauchtum entstanden auch die ersten befestigten Siedlungen, darunter Kinzing. Der Ort ist die älteste Siedlung des Fürstentums und wurde wegen der reichen Bodenschätze (Eisen, Kohle, Silber) und der dazugehörigen Industrie bekannt. Sie liegt an dem Ort, an dem die erste Siedlung des Fürstentums erbaut wurde.

An den Mündungen von Nodau, Zil und Ni liegt die Stadt Huading. Durch Ihre exklusive Lage blühte der Handel. Alle Waren, die im Fürstentum Altenwald gehandelt werden, liefen durch die Stadt Huading. Eisen und Silber obliegt nicht dem öffentlichen Handel. Diese Handelszweige sind in fürstlicher Hand. Dieser bestimmt den Preis. Die anderen Handelsgüter sind Holz, Tiere, Textilien, Kohle sowie landwirtschaftliche Produkte.

Die Vereinigung unter dem Haus Berayn

Vor etwa 200 Jahren gelang es Herzog Luitpold von Berayn, die rivalisierenden Fürstenhäuser zu einen. Mit diplomatischem Geschick und ein paar gut geführten Schlachten gründete er das Fürstentum Altenwald in seiner heutigen Form.

Die Hauptstadt Berayn wurde erweitert, Mauern und Türme errichtet und der Handel über Fluss und Landwege gefördert. Das Schloss Neuberaynstein wurde als Sitz der Fürstenfamilie erbaut, angeblich an einer Stelle, die von Druiden als „Ort der Macht“ bezeichnet wird.

Das Fürstentum Altenwald von heute

Unter Fürst Franz Xaver I. ist das Fürstentum Altenwald ein kleines, aber wohlhabendes Land. Die Städte blühen, besonders Berayn selbst. In den ländlichen Gebieten arbeiten Bauern, Holzfäller und Bergleute, und auf den Märkten hört man Lachen, Handeln und das Klirren von Bierkrügen.

Die Leute sind gastfreundlich, nehmen sich Zeit für einen Plausch, aber wehe, man will ihre alten Bräuche ändern. Dann wird man im besten Fall mit Misstrauen beäugt. Veränderungen kommen hier langsam, fast so langsam wie der Fluss Nodau selbst fließt.